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Kernspinuntersuchung (MRI)
MRI Kernspintomographische Untersuchungen
Seit ca. Februar 2004 setzten wir die revolutionäre Technik der Kernspinuntersuchung beim Pferd ein. Mit Hilfe dieser Technik werden ohne Röntgenstrahlen Schichtaufnahmen des betroffenen Bereiches in großer Stückzahl angefertigt. Auf Grund der besonderen MRI-Technik werden wie beim Menschen die Weichteile dargestellt. So können Aussagen über den Zustand von Bändern, Sehnen, Gelenkkapsel, Knorpelkonturen, Knochenoberflächen, Schleimbeuteln, etc. gemacht werden, was sonst bisher mit keiner anderen Technik in dieser Aussagefähigkeit gemacht werden konnte. In unserer Klinik wird die Standing Unit verwendet.
Mit dieser hochmodernen Anlage ist es möglich die untere Gliedmasse der Pferde im stehenden Zustand und nicht wie sonst üblich in Vollnarkose zu untersuchen. Dabei werden pro Untersuchung von der gescannten Körperregion mehrere hundert Einzelbilder in verschiedenen Ebenen erstellt und dann begutachtet. Da es weltweit eine revolutionäre Technik (in Europa zur Zeit 4 Anlagen, Stand Juni 2004) ist, kommt es fast täglich zu überraschenden neuen diagnostischen Erkenntnissen.
Insbesondere im Bereich des Hufes und der Hufrolle, wo in der Vergangenheit dem Tierarzt trotz bester Röntgen- und Ultraschalltechnik der klare Einblick in die schmerz- verursachenden Strukturen verwährt war, kann nun eindeutige Klarheit verschafft werden. Häufig wird die MRI-Technik noch mit dem CT (Computertomographie) verwechselt. Bei dem CT handelt es sich um Schicht-Röntgenbilder, die nicht diese Aussagefähigkeit für die Weichteile besitzen wie der MRI. CT Untersuchungen können nur in Vollnarkose stattfinden. Nach der Untersuchung von mehr als 400 Pferden (Stand Dezember 2004) und phänomenalen Ergebnissen ist die Kernspintechnik nicht mehr aus der Feindiagnostik beim Pferd wegzudenken.
