

Wissen
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Zahnerkrankungen
Zahnprobleme
Seit vielen Millionen Jahren wird die Länge eines Pferdelebens wesentlich durch die Zähne und die Möglichkeit der Futteraufnahme bestimmt. Vor zwanzig Jahren war die Zahnpflege der Pferde noch ein Betätigungsfeld für Huf-schmiede, die eine einzige Universal-Zahnraspel hatten und diese mal kräftig über die Zahnreihen schrubbten.
Heute hat sich die Zahnmedizin beim Pferd enorm weiterentwickelt und das Instrumentarium hat in der Menge den gleichen Umfang wie z.B. das Gelenkinstrumentarium. Es ist auch Mode geworden auf „Zahnspezialisten“ zurückzugreifen.
Da viele Zahnprobleme einfacher Natur sind, kommt es bei solchen Spezialisten selten zu Problemen, aber dennoch sind wir häufig erschrocken, was uns in der Klinik für Fälle zur Nachbesserung nach einer solchen Behandlung vorgestellt werden. Ohne grundlegende anatomische Kenntnisse und dem Wissen um Blutgefäße und Nervenstränge sollte man sich schon als „Wochenendkurs-Laie“ zurückhalten.
Gefährlich sind auch das gesetzlich nicht erlaubte Verwenden von Beruhigungs- und Betäubungsspritzen durch solche nicht tierärztliche Spezialisten. Bei einem Kreislaufschock durch falsche Dosierung oder falsches Spritzen wären solche Pferde verloren.
Auch wir empfehlen eine routinemäßige Kontrolle der Zähne ca. einmal im Jahr. Durch die Abnutzung der Zähne bilden sich so genannte Zahnspitzen, die erhebliche Schäden an der Backenschleimhaut und der Zunge verursachen können. Rittigkeitsprobleme können oft die Ursache von Zahnproblemen sein.
Oft ist ein kleiner „Wolfszahn“, der bei ungefähr 10 Prozent der Pferde noch vorkommt, die Ursache für deutliche Anlehnungsprobleme, die sogar zu Rückenschmerzen führen können. Diese Wolfszähne können einfach und schnell ambulant entfernt werden, so dass das Pferd in wenigen Tagen wieder voll einsatzfähig ist. Auch Zahn-, Zahnfach- und Kieferfrakturen, sowie Zahnextraktionen, entzündete Wurzeln und eitrige Kiefernhöhlenentzündungen können in der Klinik versorgt werden.
Dank einer modernen Ausstattung können alle Eingriffe auf dem neusten Stand von Wissenschaft und Technik durchgeführt werden.
